Das Buch.

Der »We Are Vienna« Cityguide.  Ab sofort erhältlich.
176 Seiten, Hardcover.

Diese Jungs guiden uns durch den Sommer!

Diese Jungs guiden uns durch den Sommer!

Es gibt wenige Apps, die mich wirklich faszinieren und auf meinem Handy ein Plätzchen bekommen. Ich glaube, meine Apps am Handy beschränken sich auf Instagram, WhatsApp, Videoshop, Boomerang und die Ö1-App. Seit vergangener Woche hat meine kleine, feine App-Familie aber ein Baby mehr und es wird groß sag ich euch, garantiert. Die zwei Jungs, die hinter dieser genialen Idee stehen, hab ich gleich mal ausfindig gemacht und auf Coffee and Cigarette getroffen - was aufgetaucht ist, sind zwei Wiener, die mich wahrlich faszinieren.

 Johannes Jelinek und Robin Poppins von der neuen App bloom (Ob die Nachnamen wirklich stimmen, bin ich mir selbst nicht so sicher:)

Johannes Jelinek und Robin Poppins von der neuen App bloom (Ob die Nachnamen wirklich stimmen, bin ich mir selbst nicht so sicher:)

Es ist circa zwei Wochen her. Ich las mir auf Facebook die Beschreibung des "Endlich Sommer Open Air" am 17. April durch, da ich gerade meinen kleinen Open Air Guide für We Are Vienna tippselte.
"Veranstaltungsort: Wird am Sonntag auf BLOOM bekanntgegeben.", stand da. Was ist bitte BLOOM, dachte ich mir. Was dann geschah, hätte ich nicht erwartet. Der Link führte mich zu der Website einer App namens BLOOM, die erfüllte wovon ich schon so lange träume.

"Eine App, die dir im hier und jetzt verrät, wo gerade ein Food-Market, ein Flohmarkt, eine Ausstellungs-Eröffnung, eine Rooftop-Party oder ein Spontan-Open Air steigt."

"Lebe dein Leben. Jetzt."

Dieses Zitat lebt Robin Poppins, einer der zwei Erfinder von BLOOM schon länger. Neben der Umsetzung der "Explore a new city-App" verdient er seine Brötchen als technischer Leiter internationaler Opern- und Theaterproduktionen und ist so das halbe Jahr auf Tour in Amerika, Russland, Australien und eben überall dort, wo die großen Opernhäuser stehen. Achja, nebenbei fotografiert er noch für Magazine wie das Wiener MaG, macht Imagefilme für Unternehmen und hat auch noch ein Fashionlabel namens EPOQUE!

 
 Robin Poppin
 

Robins Lieblingsorte in Wien

Der Yppenplatz: "Seit Jahren mein Wohnzimmer und meine Küche zugleich."

Nussberg: "Mit Freunden von Heurigen zu Heurigen ziehen, auf die Stadt schauen und Spritzer trinken."

U6 Neue Donau, flussaufwärts: "Am anderen Ufer in den Sonnenuntergang springen und danach im Vestibül (Impulstanz) tanzen." 


Johannes Jelinek, der zweite Im Bunde BLOOM, steht Robin nichts nach. Mit seinen 25 Jahren arbeitet er als Werberegisseur, dreht und schneidet sämtliche Festivalfilme fürs Frequency, Nova Rock, Urban Art Forms und Lighthouse Festival. Er produziert Musikvideos und Kurzfilme, arbeitet als Grafiker und ist Kopf und Seele von Veranstaltungen wie Techno Sonntag, Heimlich und Co. Leben tut er in Wien und Berlin.

 
 Johannes Jelinek

Johannes Jelinek

 

Johannes Lieblingsorte in Wien

Margarethenstrasse Ecke Schleifmühlgasse: "Da hab ich schon immer mit meinen besten Freunden gecornert. Die Idee zu Techno Sonntag is auch dort entstanden."

Reumannplatz: "Am Reumannplatz Tichy-Eis essen und Menschen beobachten."

Konstantinhügel, Prater: "Viele gute Erinnerungen an Openairs, Afterhours und ilme schaun."

WAS KANN BLOOM?

„Wie cool wäre das, wenn man spontan durch die Stadt geht und weiß, wo was abgeht?“, so Robin. Diesen Gedanken kennen wir alle und wie oft habe ich mir schon gewünscht - besonders wenn ich in einer fremden Stadt unterwegs war - dass mir irgendjemand flüstert, wo gerade was abgeht. Tja, Robin und Johannes hatten den Gedanken auch. Doch im Gegensatz zu mir ist ihnen eine geniale Lösung eingefallen. BLOOM!

Bloom ist eine neue App - gelauncht wurde sie in Wien am 1. April (no joke) - die dir anhand von Kreisen auf einer Stadtkarte anzeigt, wo gerade was los ist. Je größer der Kreis, desto mehr Leute sind vor Ort. Gemessen wird das an den Menschen, die sich vor Ort bewegen und die App BLOOM am Handy haben. Ein BLOOM-User kann das Event anlegen - zB einen Flohmarkt, Food-Market, Open Air, Rooftopparty, öffentliches Picknik, Ausstellungs-Eröffnung oder Performance in einem Park (egal was, Hauptsache es ist öffentlich und kein geschlossenes Event) - und je mehr BLOOM-User sich auf dem selben Platz befinden, desto größer wird der BLOOM auf deiner App am Handy.

Was ich mich als Smartphone-User jetzt natürlich sofort frage: Saugt das nicht meinen ganzen Akku aus?
"Nein." so Robin "Das Tracking läuft nicht ununterbrochen sondern das System erkennt, wenn du einen Ort verlässt und an einem anderen Ort wieder ankommst. Es ruft nicht jede Minute deinen Standort ab sondern nur punktuell. Daher ist es sehr Akku-sparend und du wirst die App an deinem Akkuverbrauch nicht spüren. Auch speichern wir keine Daten und Aufenthaltsorte der User. Wir sind kein Facebook, die für die verschiedenen Profile Files anlegen, wo wer wann ist und wer wohin geht etc. Das gibt es bei BLOOM nicht.!"

Johannes:" Es geht uns einfach darum, dass du in deiner eigenen oder einer fremden Stadt unterwegs sein kannst und weißt, was in der Nähe abgeht. Und das ohne hunderte Facebook-Events aufzurufen oder 10 Freunde anrufen zu müssen. Das ist alles! Ich war schon immer vernarrt in Effektivität und ich dachte mir: Es muss doch einen Weg geben, wie man schnell kommunizieren kann, wo was passiert. Mit BLOOM haben wir es vielleicht gefunden!"

Funktionieren tut die App schon jetzt weltweit. Offiziell launchen möchten Robin und Johannes BLOOM aber Schritt für Schritt in einer Stadt nach der anderen. "Es soll vorab eine Community geben, die BLOOM verwendet, bevor wie sie offiziell launchen. Es bringt ja niemandem etwas, die App zu öffnen ohne dass BLOOMS aufpoppen. Die nächste Stadt soll Berlin sein und dann eine nach der anderen!" so Robin.

Und was wenn ich ein Event machen, das kein offizieller BLOOM werden soll und mich dennoch jemand bloomt? (OMG, dieses Wort ist so nice!)
Johannes: "Du kannst als User BLOOMS melden. Das bedeutet, wenn jemand deine Privatparty BLOOMT, klickst du in der App "BLOOM melden, ist privat" und dann löschen die Administratoren den BLOOM wieder. Auch geheime Open Airs, die nicht größer werden sollen, können unsichtbar gemacht werden. In Zukunft soll es auch Geheim-Blooms geben - für Freundeskreise etc. - daran arbeiten wir noch."

"Auch checkt BLOOM die Größe eines Events anhand der Größe, die es bekommen kann. Ein Flohmarkt mit 50 Menschen ist groß im Gegensatz zu einem Open Air, das mit 50 Leuten noch lange nicht groß ist, oder einem Club, der mit 50 Leuten noch nicht voll ist. Das erkennt BLOOM und skaliert danach die Kreise in der App." so Johannes.

Was aber eigentlich fast noch besser ist als die App an sich, sind die Texte und wordings in der App. Ein Schrei! Meine 5 Lieblings-Beschreibungen und Infos in BLOOM:

  1. Kann man bei euch Werbung schalten?
    Oida, du hast nichts kapiert.
  2. Wer steckt hinter der App?
    Zwei spontane Dudes aus Wien. Der eine hat Locken und der andere hat gelbe Haare. Beide machen irgendwas mit Medien und so. 
  3. Wie verdient ihr dann Geld damit?
    Ganz ehrlich du klingst wie mein Vater. Und leider hat er recht. Wir verdienen derzeit kein Geld mit Bloom. Ganz einfach deswegen: Bloom verkauft keine Daten, ist kostenlos und werbefrei. Zahl uns auf der nächsten Party einfach ein Bier und sei leiwand.
  4. Verbraucht Bloom viel Akku und Daten?
    Nein. Bloom lädt nichts hoch oder runter. Ausser ein paar Textinfos und Koordinaten von Partys. Ein Katzenvideo verbraucht mehr.  
  5. Autowaschen = kein Bloom
    Autowaschen mit DJs und Bratwurst = Bloom

 Was die Rakete bedeutet, wissen die Jungs selbst nicht! :)

Was die Rakete bedeutet, wissen die Jungs selbst nicht! :)

Robin: "Wir wollten keine Texte schreiben als wären wir 40-jährige Anzugtypen. Wir sind wer wir sind und so soll die App auch aussehen und sprechen. Wer sich mit der Sprache nicht wohlfühlt, passt wohl auch nicht zu unserer App. 
Wir haben kein Office, sondern sitzen mit den Laptops am Schwarzenbergplatz. Wir verkaufen keine Werbeflächen oder Daten, sondern möchten die Feier-Community unterstützen und wir wollen auch nicht gewinnorientiert arbeiten, Werbungen einchecken und Mitbewerber ausschalten. Wir möchten einfach ein cooles Ding für alle machen. Wer uns unterstützt, der hilft uns sehr, denn mit Förderungen von der Stadt oder dem Bund sieht es in diesem Feld leider schlecht aus. Aber niemand muss Angst haben, dass wir ihre Daten oder sonst etwas verkaufen."

BLOOM ist und bleibt eine Community-App also ohne Leute, die die App verwenden, gibt es auch keine BLOOMS und wird es auch keine neuen User geben. Wie die zwei BLOOM größer machen und bewerben möchten?

"Mit Spontan-Parties, Festivals und Open Airs, die nur über BLOOM zu finden sind, zB.", so Johannes. "Wir haben gesehen, dass die App funktioniert, wir stehen jetzt bei über 4.000 Usern und an Sonnentagen wachsen wir super schnell. Die Leute werden von BLOOM erzählen und über gewisse Kollektive und Szenen werden wir die App verbreiten. Wir sind gespannt was noch alles auf uns zukommt! :)"

 Und für alle, die gerade in einem Funkloch stecken, gibt's ja noch den Cityguide WE ARE VIENNA.

Und für alle, die gerade in einem Funkloch stecken, gibt's ja noch den Cityguide WE ARE VIENNA.

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"Ich bin halt a echte Wienerin"

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Open Airs im Mai!

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